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(copyright Doris Thommas)

Der Ozean bewegt sich, kraftvoll und schnell.
Meine Augen suchen das Wasser ab.
Wellen, Wellen, das Boot schaukelt.
Die Wogen rollen unter mir hinweg.
Auf und ab, hin und her.
Doch ich suche, suche den Riesen.
Irgendwo dort taucht er gerade.
Zwanzig Meter oder länger, das ist der Riese.
Glatte Haut, viel Haut.
So groß, aber wo?
Mein Blick bleibt an einem hellen Flecken hängen.
Dort ist er, knapp unter der Oberfläche. Sein heller rechter Unterkiefer verrät ihn.
Er gleitet dahin, schwerelos, viele Tonnen Gewicht.
Gleich wird er auftauchen.
Eine kleine Welle schiebt er vor sich her.
Der Kopf erscheint.
Zwei riesige Blaslöcher öffnen sich und ein einzigartiges Geräusch ertönt.
Pures Leben, tief aus dem Meer. Geheimnisvoll. Mächtig.
Der Blas schießt in die Höhe, viele Meter hoch.
Während der Kopf wieder unter die Oberfläche gleitet,
erscheint der lange Körper, bis schließlich
die Rückenflosse die Wellen durchschneidet.
Noch ein wenig mehr zeigt der Riese von sich,
bevor er sanft, ohne seine gigantische Fluke zu zeigen,
wieder in seinem Element verschwindet.
Das zweitgrößte Tier der Erde.
Der Finnwal.
Der Riese

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