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Wie groß war die Erleichterung, als ich nach meiner kleinen Fieberattacke gestern gut schlafen konnte und heute morgen wieder relativ fit war. Ein bisschen Kopfweh hatte ich noch und mir war ein wenig schwindelig. Die Tour am Morgen, an der ich eigentlich teilnehmen hätte können, habe ich abgesagt. Aber den Nachmittag bin ich wieder hinaus aufs Meer. 1,5 Tage Zwangspause waren mehr als genug. So etwas akzeptiere ich sonst nur, wenn aufgrund schlechten Wetters einfach keine Tour möglich ist.

Ich durfte auf die Jacht Moby Dick. Klasse, dass das nicht mehr gerade neue Boot einen neuen starken Motor hat. Früher ist Moby Dick immer etwas müde dahergekommen. Jetzt saust sie über die Wellen und ist dabei auch noch leise. Der Skipper ist sicher begeistert. Morgen muss ich ihn mal fragen.

Eduardo, der Skipper, ist übrigens einer der letzten Walfänger auf den Azoren gewesen. Nun strahlt er über das ganze Gesicht, wenn er die Begeisterung der Leute mit lebenden Walen wecken kann. Für mich ist das schlechthin das beste Beispiel, wie ein Wandel geschehen kann. Von der Nutzung der Wale, indem man sie tötet, bis hin zur Nutzung der Wale als lebende, aber natürlich freie, Attraktion. Die Azoren haben den Wandel geschafft. Das gibt Hoffnung für Japan, Norwegen und Island.

Meine Sorge, dass ich vielleicht heute ausnahmsweise mal seekrank werde, war unberechtigt. Mir ging es nach meinem Fiebertag sehr gut. Heute war, kurz gesagt, ein reines tolles Pottwal-Spektakel. Wir sahen zwei Mütter mit Babys, die spielten und ihren Unterkiefer aus dem Wasser reckten. Wir sahen Fluken von abtauchenden Walen. Und wir sahen eine Pottwaldame, die mit der Schwanzflosse auf die Wasseroberfläche schlug. Man weiß nicht genau, warum Wale dies tun. In Englisch heißt es „lobtailing“. Seeschwalben flogen über den Pottwal. War sie genervt?  War es eine Kommunikation mit Artgenossen?

Das Rätsel löste sich wenige Augenblicke später. Ein kleiner Wal schwamm heran, offenbar ihr Kind. Sie wollte es bei sich haben und ihm signalisieren „Ich tauche jetzt ab“. Denn wenige Augenblicke später verschwand sie zur Nahrungssuche in der Tiefe. Wissenschaftlich war diese Sichtung durchaus interessant.

Leider halten sich nicht alle Skipper an die strengen Regeln des Whalewatchings bei den Azoren. Als Eduardo bereits vom Gas gegangen war, preschte zweimal ein Zodiac von Norbertodiver an uns vorbei und setzte sein Boot direkt zwischen uns und den Wal. Wie sagte es ein Skipper von Aqua Acores vorgestern: „Das Meer ist groß, aber manchmal nicht groß genug“. Fest steht: Regeln sind Regeln. Anstand ist Anstand.

Ich bin so froh und dankbar, wieder fit zu sein. Jede Stunde auf den wundervollen Azoren ist für ich unendlich wertvoll.

How great was the relief when I was able to sleep well after my little fever attack yesterday and was relatively fit again this morning. I still had a little headache and I was a little dizzy. I cancelled the tour in the morning that I could have taken part in. But in the afternoon I went out to sea again. 1,5 days forced break were more than enough. I usually only accept such a thing if no tour is possible due to bad weather.

I was allowed on the Moby Dick yacht. Great that the not exactly new boat has a new powerful engine. Moby Dick used to come along a little tired. Now she’s rushing over the waves and she’s also quiet. I’m sure the skipper is thrilled. Tomorrow I have to ask him.

Eduardo, the skipper, was one of the last whalers in the Azores. Now he shines all over his face when he can awaken people’s enthusiasm with live whales. For me, this is the best example of how change can happen. From using the whales by killing them to using the whales as a living, but of course free, attraction. The Azores have achieved change. This gives hope for Japan, Norway and Iceland.

My concern that I might get seasick for once today was unjustified. I was very well after my fever day. Today was, in short, a pure great sperm whale spectacle. We saw two mothers with babies playing and stretching their lower jaw out of the water. We saw flukes of submerging whales. And we saw a sperm whale lady hitting the surface of the water with her fluke. Nobody knows exactly why whales do this. English means „lobtailing“. Terns flew over the sperm whale. Was she annoyed?  Was it a communication with other species?

The riddle was solved a few moments later. A little whale swam up, apparently her child. She wanted to have it on her and tell him, „I’m leaving now.“ For a few moments later she disappeared into the depths in search of food. Scientifically this sighting was quite interesting.

Unfortunately not all skippers follow the strict rules of whale watching in the Azores. When Eduardo was already off the gas, a Zodiac from Norbertodiver passed us twice and put his boat directly between us and the whale. As a skipper of Aqua Acores said the day before yesterday: „The sea is big, but sometimes not big enough“. One thing is certain: Rules are rules. Decency is decency.

I am so glad and grateful to be fit again. Every hour on the wonderful Azores is infinitely valuable to me.

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